Welche Glaubenssätze wirken in einem Team?

Glaubenssätzen wirken zunächst unbewusst. Sie bewusst zu machen ist von enorm wichtiger Bedeutung für das Team.

„Glaubenssätze sind tiefe innere, nicht hinterfragte Überzeugungen, die fast immer in Form eines unbewussten inneren Monologes wirken.“

Beispiele für Glaubenssätze, die an uns von den Eltern, Erziehungspersonen, Respektspersonen und Vorbildern an Kinder weitergegeben wurden sind folgende:

  • Schuster bleib bei deinen Leisten.
  • So macht man das nicht!
  • Mädchen weinen, Jungs sind hart im Nehmen.
  • Ehrlich währt am längsten.
  • Keine Krähe hackt der anderen eine Auge aus.
  • Nur wenn ich Leistung zeige, werde ich geliebt.
  • usw.

 

Glaubenssätze können sich positiv auf das Team auswirken, sie können es aber auch ausbremsen.

Die unangenehme Eigenschaft von Glaubenssätzen ist, dass sie unbewusst wirken. Für die Team-Mitglieder sind sie nicht transparent. Deshalb ist es zu Beginn wichtig anzukündigen, dass über Glaubenssätze gesprochen werden soll, damit sich die Team-Mitglieder darauf einstellen können. Dann ist es hilfreich eine Definition – wie oben – zu liefern und darauf hinzuweisen, wie sie wirken können.

Weiterhin ist es für das Verständnis hilfreich, Beispiele für Glaubenssätze zu nennen.

Das Ziel der Übung ist es aber, Glaubenssätze herauszufinden, die im Team wirken. Diese sind nicht unbedingt auf den ersten Blick erkennbar. Es hilft in einer Brainstorming-Runde zu überlegen, ob es Sätze gibt, die immer wieder fallen im Hinblick auf Veränderung, z.B. am Beginn eines neuen Projektes oder weil neue Team-Mitglieder dazukommen. Gerade bei Letzterem ist es wichtig, die Neuen nicht gleich auszubremsen in ihrem Elan. Sie sind ja zunächst hoch-motiviert und möchten sich beweisen mit neuen Ideen. Der Versuch durch die ‚Alten‘ das zu verhindern  kann schon der Hinweis sein auf Glaubenssätze, die sich in der bisherigen Zusammenarbeit etabliert haben und über die niemand mehr nachdenkt.

  1. Es ist also der erste Schritt, immer wiederkehrende Sätze durch die Team-Mitglieder auf Sticky Notes aufschreiben zu lassen.
  2. Im nächsten Schritt werden die Sticky Notes dann auf ein Task Board gepinnt. Damit werden diese Sätze transparent gemacht.
  3. Es kann passieren, dass die gleichen Sätze von verschiedenen Personen genannt werden oder sinngemäß dasselbe beschrieben wird. In einer Gemeinschaftsaktion werden diese zusammen gefasst. Damit wird die Sammlung schon übersichtlicher. Dieses Clustern hilft aber auch dabei, dass sich alle mit den Sätzen auseinandersetzen. Sie werden jedem bewusst.